Die Blutegelbehandlung

natürliches Ausleitungsverfahren

 

Mila, Tierkinesiologie, Blutegeltherapie

Die Behandlung mit Blutegeln ist eine jahrtausende alte Heilmethode. Blutegel gehören mit zu den ältesten Heilmitteln, die wir kennen, sodass ein sehr grosses Erfahrungswissen besteht. Allerdings ist die genaue Wirkung des Blutegelbisses bis heute noch nicht vollständig erforscht.

 

Die Blutegelbehandlung ist ein natürliches Ausleitungsverfahren und geniesst auch in der Tierheilkunde in den letzten 30 Jahren immer grösserer Beliebtheit. Der Erfolg der Egelbehandlung resultiert sowohl aus Aderlass und Absaugen, als auch aus der Wirkung des Sekrets, das vom Blutegel während des Saugens in die Wunde abgegeben wir.

 

Das Wort "Egel" kommt übrigens nicht von dem deutschen Wort "Ekel", sondern von dem griechischen Wort "echis" = kleine Schlange.

 

Die Egel werden von den Tieren in der Regel sehr gut toleriert, ausser bei Katzen, da kann es schwierig werden, nur schon die Tatsache, dass sie doch recht lange still liegen müssen. Zudem erreichen viele Katzen auch nicht das Mindestgewicht, das für einen Egelbiss vorhanden sein soll, damit der Blutverlust nicht prekär wird. Pferde lasse ich in der Regel während dem Egelbiss genüsslich Heu fressen. 

 

In den kalten Wintermonaten ist eine Egelbehandlung in den Pferdeställen schwierig. Wenn kein geheizter Raum zur Verfügung steht, beissen die Egel bei kalten Temperaturen kaum. Zwar kann man es mit wärmenden Egelpflastern versuchen, aber das klappt nicht immer. In meiner Praxis kann ich selbstverständlich das ganze Jahr über egeln. 

 

Wie wirkt der Blutegelbiss?

 

Sobald der Egel gebissen hat, gibt er Substanzen ab, die die Verbreitung des Speichels beschleunigen. Dann gibt er die blutgerinnende Faktoren ab, darum darf unter blutverdünnenden Medikamenten nicht geegelt werden. Im Speichel sind 25 bekannte bioaktive Stoffe vorhanden. (Es sind sicher mehr, aber noch nicht benannt).

 

Indikationen/Anwendungsgebiet:

  • Abszesse
  • Arthritis
  • Arthrose
  • Ataxie
  • Bandscheibenvorfall
  • Blutohr
  • Blutergüsse
  • Eitrige Wunden
  • Ekzeme
  • Entzündungen
  • Furunkel
  • Gelenkdegeneration
  • Gelenkgallen
  • Gelenkdysplasie (HD, ED)
  • Hämatome
  • Hautveränderung
  • Hufrehe
  • Hufrollentzündung
  • Infizierte Insektenstiche
  • Kreuzbandverletzungen
  • Lymphatische Stauungen
  • Mastitis
  • Muskelfaserrisse
  • Operationswunden
  • Prellungen
  • Quetschungen
  • Sattel-oder Gurtdruckstellen
  • Spat
  • Spondylose
  • Thrombosen

 

Kontraindikationen/Erkrankungen bei denen KEINE Blutegeltherapie durchgeführt werden darf:

 

  • ausgeprägte Anämie
  • Allergien gegen den Blutegelspeichel
  • Blutgerinnungshemmende Medikamente
  • Blutverdünnende Medikamente
  • Fieber
  • Immunsuppression
  • Neigung zu verstärkter Narbenbildung
  • Tiere unter 5 kg Körpergewicht
  • Tumore
  • Patienten mit Blutgerinnungsstörungen
  • Patienten mit Bienen- bzw. Wespengiftallergie
  • Parasitenabwehr
  • Schmerzmittel

Vorbereitung Deines Tieres auf die Blutegelbehandlung

 

Mindestens zwei Tage vor der Behandlung, keine Duftstoffe, Shampoos oder Salben auf jene Hautstelle anbringen, wo die Blutegel angesetzt werden sollen. Auch sollte auf die Fütterung von Knoblauch oder ähnlich stark riechenden Zusätze vor der Behandlung verzichtet werden. Wurde dein Tier mit Wurmkur, Antibiotika, Cortisonsalbe oder mit Spot on-Präparaten behandelt, beissen die Egel nicht. In diesem Fall müssen wir 1-3 Wochen warten, bis das Tier frei von den Stoffen ist.

 

Hinweis: Für die Blutegelbehandlung verwende ich ausschliesslich gezüchtete Blutegel von der Firma Hirumed.

Michaela Landolt, Dipl. Tierkinesiologin NGL, Stockenstrasse 16, 8362 Balterswil, info@milas-tier.ch